Seniorenbeirat der Gemeinde Nonnweiler

Braunshausen - Brigitte Maragliano
Zum Sportplatz 12
Tel.: 06873/1823

Kastel - Carlo Niklas
Am Klopp 25
Tel.: 06873/1224

Nonnweiler - Julia Storr
Hubertusstraße 6
Tel.: 0172/8703367

Otzenhausen - Klaus Rausch
Keltenweg 25
Tel.: 0151/50816796

Primstal - Heinz Thome
Friedhofstraße 24
Tel: 06875/350

Schwarzenbach - Gerd Schmitt
Höhenstraße 38
Tel.: 06873/64439

Sitzerath -  Monika Spohn
Im Oberdorf 12
Tel.: 06873/1692

Klaus Kuhn
Am Wiesberg 6, Primstal
Tel.: 06875/1578

Anne Welsch
Am Zoll 2, Nonnweiler
Tel.: 0151/42654870

Kontakte

Vorsitzender:
Klaus Rausch

stellvertrender Vorsitzender:
Gerd Schmitt

Beauftragter für Seniorensicherheit:
Klaus Kuhn

Beauftragte für Menschen mit Beeinträchtigungen:
Anne Welsch

Der Seniorenbeirat der Gemeinde Nonnweiler informiert

Erneut warnte in der Osterwoche die Polizeiinspektion St. Wendel wieder vor Taschendiebstählen. So war in einem Discounter in St. Wendel einem 73-jährigen Kunden beim Verlassen des Marktes die Kreditkarte entwendet worden. Der Kunde hatte zuvor noch an der Kasse seine Waren mit der Kreditkarte bezahlt. Beim Verlassen des Marktes ging eine andere Kundin auffällig langsam vor ihm her und von hinten rempelte ihn ein anderer Kunde an. Es kam zum Körperkontakt zwischen dem Geschädigten und dem „auflaufenden Kunden“. Diesen Körperkontakt nutzte der unbekannte Täter, um dem Geschädigten die Kreditkarte aus der Bekleidung zu entwenden. Dieser „Rempeltrick“ ist nur eine von vielen „Arbeitsweisen“ beim Taschendiebstahl. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2020 im Saarland insgesamt 1432 Taschendiebstähle angezeigt. Zumeist gehen Taschendiebe in Teams von mehreren Tätern und arbeitsteilig vor. Die meisten Fälle bleiben unaufgeklärt, da die Tat von den Opfern häufig nicht gleich bemerkt wird. Taschendiebe sind oft professionelle, international agierende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind. Das Repertoire der Taschendiebe ist äußerst umfangreich, fast täglich werden neue Tricks bekannt:

Beim „Drängeltrick“ rückt in vollen Bussen, Bahnen oder Geschäften ein Dieb unangenehm dicht an das Opfer heran, das ihm den Rücken zuwendet und so die Tasche „griffbereit“ anbietet.

Bei dem Stadtplan-Trick fragen Ganoven das Opfer nach dem Weg und halten ihm einen Stadtplan vor oder bitten es - etwa auf Bahnhöfen - an einen ausgehängten Plan. Während sich das Opfer orientiert und abgelenkt ist, plündern andere Täter die Hand- oder Umhängetasche oder stehlen das Handy.

Den Geldwechsel-Trick gibt es ebenfalls bereits seit Jahren. Dabei bitten die Trickdiebe das Opfer, eine Münze zu wechseln. Wenn das Opfer die Geldbörse zieht und das Münzfach öffnet, wird es vom Täter abgelenkt. Während dieser beispielsweise seine Münze in die Börse wirft, nimmt er Banknoten heraus. Nach einem Bankbesuch wird das Opfer „versehentlich“ mit Ketchup, Eis oder einer Flüssigkeit bekleckert. Beim wortreichen Reinigungsversuch verschwindet das gerade abgehobene Geld aus der Bekleidungstasche.

Im Supermarkt fragen Fremde das Opfer nach einer bestimmten Ware. Während das Opfer danach beim Suchen hilft, klaut ein Mittäter die Tasche am Einkaufswagen.

Bei dem „Betteltrick“ werden sogar bewusst Kinder zur Diebstahlsausführung eingesetzt. Sie halten dem Opfer ein Blatt Papier vor und bitten um eine Spende. Oder sie tollen auf der Straße um das Opfer herum und betteln es an. Dabei nutzt einer die Ablenkung für den raschen Griff nach der Geldbörse oder in die Handtasche.

Wichtige Tipps und Verhaltensregeln, damit man sich vor Taschendieben schützen kann:Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute. Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen, verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper mitführen. Nie die PIN-Nr. zur Kredit- oder EC-Karte mitführen. Hand- und Umhängetaschen sollten verschlossen auf der Körpervorderseite oder unter dem Arm mitgeführt werden. Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse sind sichere Aufbewahrungsorte. Geldbörsen sollten nicht oben in der Einkaufstasche, dem Einkaufskorb oder Einkaufswagen abgelegt werden, sondern möglichst körpernah. Keine Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) an Stuhllehnen oder sonst aufhängen und sie nicht unbeaufsichtigt lassen.      
 

Der Seniorensicherheitsbeauftragte der Gemeinde Nonnweiler

Fast 12.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich durch Haushaltsunfälle. Das ist fast die Hälfte aller Unfalltoten, die jährlich insgesamt zu beklagen sind. Und es sind mehr als dreimal so viele Tote wie im Straßenverkehr. Das ergab eine Auswertung der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamts durch die Aktion „Das sichere Haus“ (DSH). Die Zahlen dafür stammen aus dem Jahr 2018. Hauptunfallursache im Privatbereich sind nach wie vor Stürze. Die Gefahr dafür beginnt bereits im Alter von Mitte 50 zu steigen; am stärksten betroffen sind aber die über 85-Jährigen.

Gefahrenquelle Nummer 1: Schlechte Beleuchtung
Wer seinen Innen- und Außenbereich flächendeckend beleuchtet, übersieht Stolperfallen nicht und kann so Stürze vermeiden. Wichtig ist genügend Helligkeit im Flur, im Treppenhaus und an der Haustür. Viele übersehen gerne den Außenbereich: Wege von der Haustür zur Garage, zur Mülltonne oder zum Gartentor sollten ausreichend beleuchtet sein. Sinnvoll ist eine Beleuchtung, die durch Bewegungsmelder aktiviert wird.

Gefahrenquelle Nummer 2: Treppen
Ein Sturz von der Treppe kann zu schweren Verletzungen führen, die nur langsam heilen. Schoneinfache Mittel wie Antirutschstreifen zum Aufkleben auf den Stufen oder eine gute Beleuchtung wirken Wunder. Hilfreich ist es auch, die erste und letzte Stufe farblich zu markieren und zu beleuchten. Hier ein paar spezielle Tipps für Senioren: Keine Eile; lassen Sie sich Zeit, wenn Sie die Treppe nehmen. Beim Gehen auf der Treppe sollte immer eine Hand am Handlauf sein. Keine schweren Lasten und keine Einschränkung der Sicht: Begehen Sie Treppen nie voll bepackt. Transportieren Sie Lasten so, dass Sie die nächste Stufe immer sicher erkennen können. Stolperfalle im Treppenhaus entfernen (wie Blumentöpfe oder Vasen)

Gefahrenquelle Nummer 3: das Badezimmer
Rutschige Fliesen, ein nasser Boden und der Rand der Badewanne sind unfallträchtig. Diese und andere Gegebenheiten im Bad können für Senioren große Hindernisse darstellen und Risiken für einen schweren Sturz in sich bergen Tipps für eine seniorengerechte Gestaltung von Badezimmern: Dusche statt Wanne: Das Übersteigen eines Badewannenrands kann für Senioren ein großes Hindernis darstellen. Deshalb sollte man sich über den Ausbau einer Wanne und den Einbau einer seniorengerechten Dusche Gedanken machen. Duschen sollten ebenerdig gefliest und somit ohne Hindernis begehbar sein. Fenster sollten zum Öffnen und Schließen bequem erreichbar sein. Entscheiden Sie sich beim Kauf für rutschfeste Fliesen. Achten Sie auf eine raue Oberfläche der Fliese. Haltestangen, Haltegriffe und Klappsitze im Bad installieren (lassen). Den Badewannenboden mit rutschfester Gummimatte auslegen.

Gefahrenquelle Nummer 4: Leitern
Von der Leiter stürzen kann man in jedem Alter. Senioren sind aber zum Beispiel durch körperliche Faktoren wie nachlassendes Balancegefühl oder niedrigen Blutdruck besonders gefährdet. Bewahren Sie die Leiter immer so auf, dass Sie sie schnell griffbereit haben. Tipps für die sichere Nutzung von Leitern: Kaufen Sie Leitern und Tritte aus Aluminium statt Holz. Aluminium ist leichter und witterungsbeständiger. Achten Sie darauf, dass die Füße von Leitern und Tritten unbeschädigt sind und eine rutschfeste Riffelung aufweisen. Achten Sie darauf, dass die Spreizsicherung eingerastet ist, bevor Sie auf eine Leiter bzw. einen Tritt steigen. Bänder, die als Spreizsicherung dienen, müssen gespannt sein. Tragen Sie flache, feste Schuhe mit rutschfestem Profil. Keine waghalsigen Bewegungen: Neigen Sie sich im Stand auf einer Leiter oder einem Tritt auf keinen Fall waghalsig zur Seite. Steigen Sie lieber ab und versetzen Sie die Leiter bzw. den Tritt. Drehstuhl, Hocker oder Bierkasten sind kein Ersatz für sichere Leitern und Tritte.

Gefahrenquelle Nummer 5: Stolperfallen
Türschwellen, Teppiche und Kabel sind typische Stolperfallen. Diese scheinbar harmlosen Orte und Ausstattungsgegenstände gehören zu häufigen Gründen für Stürze im Haushalt. Stürze an Haustüren lassen sich vermeiden, indem Gitterroste und Fußmatten in den Boden eingelassenwerden, sie somit bodengleich sind und keine Stolperfalle darstellen. Türschwellen sollten nach Möglichkeit entfernt werden. Ist das nicht möglich, hilft es, sie optisch vom Boden abzugrenzen, etwa durch eine auffällige Farbe oder Leuchtstreifen. Rampen oder Schwellenkeile können den Höhenunterschied vom Boden zur Türschwelle überbrücken. Teppiche oder Läufer lassen sich durch Klebebeläge oder Antirutschunterlagen gegen Verrutschen sichern.

 

Der Seniorensicherheitsberater der Gemeinde Nonnweiler

Vorsicht vor Rentenbetrügern!

Mit einer neuen Masche der versuchten Telefonabzocke und belästigender Anrufe wurde eine Frau aus Riegelsberg konfrontiert, über die nun in der Saarbrücker Zeitung berichtet wurde. Innerhalb weniger Tage wurde sie mehrfach von einem angeblichen „Herrn Jansen“ angerufen, der sich als Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung (DRV) vorstellte. „Die Anrufe kamen zuerst immer mit unterdrückter Telefonnummer“, so die angerufene Frau. Erst auf ihre Frage, warum „Herr Jansen“ mit unterdrückter Nummer anrufe, erschien beim nächsten Mal die Nummer 030 86527240 in der Anzeige des Telefons. Weil die Angerufene jedoch ahnte, dass etwas nicht stimmte, brach sie die Gespräche immer ab (was „Herrn

Jansen“ nicht hinderte, ein weiteres Mal anzurufen). Die angerufene Frau entdeckte auch im Internet, dass dort vor Anrufern mit dieser Nummer gewarnt wird. Bei der Pressestelle der DRV wurde von der SZ nachgefragt. Deren Mitarbeiterin bestätigt: Immer wieder geben sich Trickbetrüger als Mitarbeiter der DRV aus. Derzeit häufen sich Meldungen über einen „Stefan Jansen“. Regelmäßig informiere man, etwa auf der eigenen Internetseite, über mögliche Betrugsversuche und wie man sich verhalten sollte. Einen „Herrn Jansen“ gebe es bei der DRV nicht, betonte die Mitarbeiterin der DRV, die Nummer 030 86527240 sei allerdings tatsächlich die zentrale Fax-Nummer der DRV, die der Betrüger mittels eines technischen Tricks erscheinen lässt. Die Versicherungsangestellte weist darauf hin, dass Trickbetrüger unter verschiedenen Vorwänden versuchen, an persönliche Daten oder Geld

heranzukommen. „Mit unterschiedlichen Mitteln wollen sie Angaben zur Bankverbindung oder fordern Geld, weil angeblich Rechnungen oder Glücksspiele nicht bezahlt wurden. Gedroht wird oft mit Rentenpfändungen oder -kürzungen. “Wie ist es aber genau zu erklären, dass „Herr Jansen“ mit einer Nummer der DRV anrufen konnte? Mit der Betrugsmasche „Spoofing“ manipuliert der Anrufer die Technik so, dass auf dem Telefondisplay eine bestimmte Nummer erscheint, und zwar statt der echten Nummer des Anrufers eine in der Regel frei wählbare Telefonnummer. Dadurch wird, mit Betrugsabsicht, die wahre Identität verschleiert und eine falsche Identität vorgetäuscht. Die DRV, wird niemals telefonisch über zu viel ausgezahlte Renten informieren oder telefonisch auffordern, Geld zu überweisen. Auch werden persönliche Daten nicht telefonisch abgefragt. Die DRV empfiehlt, sich den Namen des Anrufers und die angezeigte Telefonnummer zu notieren und sich gegebenenfalls an die örtlich zuständige Polizeidienststelle zu wenden .Auch können die notierten Daten mit einer kurzen Schilderung des Sachverhaltes an den zuständigen Rentenversicherungsträger gemeldet werden.“

 

Der Seniorensicherheitsberater der Gemeinde Nonnweiler

Virologen haben mittlerweile die Erkenntnis gewonnen, dass die Schutzwirkung der Covid-Impfungen unter Umständen etwa 6 Monate nach der Zweitimpfung vor allem bei älteren Personen nachlässt. Sie empfehlen daher, nach Ablauf dieser Zeit eine sogenannte Auffrischungsimpfung (Drittimpfung) durch den Hausarzt-/Ärztin vornehmen zu lassen, damit dieser Schutz wieder für längere Zeit hergestellt wird. Dringend wird diese Auffrischungsimpfung für die Altersgruppe ab 70 Jahren, evtl. schon ab 60 Jahren empfohlen. Unabhängig hiervon sollte jede/r Mitbürger-/in Einfluss auf noch nicht geimpfte Personen in ihrem Bekanntenkreis ausüben, sich impfen zu lassen, da dies nicht nur ihrem eigenen Schutz dient, sondern dies auch soziales Verhalten gegenüber den Menschen darstellt, die aus verschiedensten Gründen nicht geimpft werden können.

Klaus Rausch – Seniorenbeauftragter der Gemeinde Nonnweiler

Es ist seit Jahren immer wieder feststellbar: mit der dunklen Jahreszeit steigen die Einbrüche in Wohnhäusern an.  Laut der polizeilichen Kriminalstatistik gingen im Saarland im Jahr 2020 die Wohnungseinbrüche (auch der Versuche) im Vergleich zu 2019 um 7,4% zurück (=109 Einbrüche/Versuche weniger). Dies dürfte im Wesentlichen aber auf die häufigeren Aufenthaltszeiten der Wohnungsinhaber in ihren Häusern zurück zu führen gewesen sein und war infolge der Corona-Pandemie verständlich. Mit der Zeitumstellung wird es nun bald wieder früher dunkel und dies erleichtert den Einbrechern ihre „Arbeit“ insofern, dass sie kaum wahrnehmbar von Zeugen an Wohnhäusern einbrechen können. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen und Befragungen von Einbrechern während ihrer Haftzeit ist bekannt, dass Einbrecher ihre Tatobjekte (Wohnhäuser) oft so auswählen, dass diese nicht oder nur von wenigen anderen Gebäuden umgeben sind, um so das Entdeckungsrisiko durch Zeugen und Nachbarn zu reduzieren. Bei fast 80 % der Wohnhäuser erfolgt der Einbruch von der Gebäuderückseite aus, dabei überwiegend durch aufbrechen von Terrassentüren oder Fenster. Für viele Täter spielt die Tatsache, dass das Einbruchsobjekt zur Tatzeit nicht bewohnt ist, bzw. die Bewohner zur Tatzeit nicht zu Hause sind, eine entscheidende Rolle. Eine wichtige Erkenntnis aus der Täterbefragung war, dass eine aufmerksame Nachbarschaft auf den Einbrecher eine größere Abschreckungswirkung, als gelegentlich vorbeifahrende Polizeistreifenwagen hat. Gelingt es dem Einbrecher nicht in ca. 5 Minuten ein Fenster oder Türen am Wohnhaus aufzubrechen, weil sie richtig gesichert und verschlossen sind, gibt er in der Regel die weitere Tatausführung aus Angst vor Enddeckung auf. Aus diesen Erfahrungen ergeben sich die Sicherheitstipps der Polizei und der Seniorensicherheitsberater. Fenster, Balkon- und Terrassentüren sollten, auch wenn das Haus oder die Wohnung nur kurzzeitig verlassen wird, auf jeden Fall geschlossen werden. Ein gekipptes Fenster ist für den Einbrecher immer ein offenes Fenster. Am besten man sichert Fenster und Terrassentüren mit zusätzlichen mechanischen Sicherungen. Gut gesicherte Fenster und Türen zu öffnen, erfordert in der Regel einen höheren Zeitaufwand und verursacht Lärm. Selbst wenn Haus oder Wohnung nur kurzzeitig verlassen werden, sollte die Haustür nicht nur ins Schloss gezogen werden, sondern immer zweifach abgesperrt werden. Des Weiteren sollte man den Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen (z.B. unter der Fußmatte, im Blumentopf etc.) verstecken – Einbrecher kennen jedes Versteck. Außerdem fällt in der Regel der Versicherungsschutz weg, wenn Einbrecher auf diese Art in das Haus gelangen können. Rollläden sollte man grundsätzlich nur zur Nachtzeit schließen. Tagsüber geschlossene Rollläden zeigen dem Einbrecher an: „Hier ist niemand da“. Wenn man einige Tage außer Haus ist, sollte man seine Nachbarn informieren. So wissen Nachbarn und Freunde, wie lange man weg ist und wieder nach Hause kommt und wo man erreichbar ist. Schaltet man bei Abwesenheit in der Wohnung eine Zeitschaltuhr für die Beleuchtung an, sollte man hiervon ebenfalls die Nachbarn informieren. Die Nachbarn selbst sollten aber auch Mitverantwortung übernehmen und auf verdächtige Situationen „nebenan“ achten. In Verdachtsfällen sollte daher sofort die Polizei über den Notruf 110 alarmiert werden. Bei derartigen Fällen sollte man nie versuchen, den Einbrecher selbst aufzuhalten. Dies ist Aufgabe der Polizei. Für weitere Informationen, auch zu anderen Themenfeldern stehen die Seniorensicherheitsberater zur Verfügung.

Der Seniorensicherheitsbeauftragte der Gemeinde Nonnweiler

Mit Sicherheit gut beraten!
Das Projekt „Seniorensicherheitsberater/innen im Landkreis St. Wendel“ soll dazu beitragen, dass sich ältere Menschen im Landkreis St. Wendel auch weiterhin in den eigenen vier Wänden sicher und geborgen fühlen können. Dies gilt gerade auch jetzt in der „Corona-Zeit“. Aktuell sind leider keine öffentlichen Vorträge bei Gruppen möglich. Auf Wunsch kann diese Beratung auch im häuslichen Umfeld der Ratsuchenden erfolgen. Daher beraten ehrenamtliche Seniorensicherheitsberater/innen aus unserem Landkreis Seniorinnen und Senioren mit Fachwissen und Einfühlungsvermögen, vertraulich, diskret und kostenfrei.

 

Sind Sie „sicher“?
Im Alter wächst bei vielen Menschen die Besorgnis um die persönliche Sicherheit. Darunter leidet in der Regel auch die Lebensqualität der Betroffenen.

Hier genau setzt das ehrenamtliche Projekt der „Seniorensicherheitsberater/innen“ an:

  • Ältere Menschen sollen mit ihren Sorgen und Ängsten ernst genommen werden.
  • Dabei stehen ihnen geschulte Berater/innen -ebenfalls im Seniorenalter- vertrauensvoll zur Seite
  • Mittels praktischer Tipps und erprobter Präventionsangebote (basierend auf den täglichen polizeilichen Erfahrungen) wird auf diese Art und Weise das persönliche Sicherheitsempfinden und damit die Lebensqualität der Betroffenen wesentlich verbessert.      

Was machen Seniorensicherheitsberater/innen?

  • informieren kostenfrei ältere Bürgerinnen und Bürger über Sicherheitsfragen
  • besuchen bei Bedarf auch Bürgerinnen und Bürger zu Hause
  • wurden von Experten der Kriminalpolizei geschult und bilden sich regelmäßig weiter
  • nehmen Ängste und Befürchtungen von Seniorinnen und Senioren ernst
  • beraten vertraulich in sämtlichen Angelegenheiten, welche die persönliche Sicherheit von älteren Menschen betreffen
  • arbeiten mit Polizei, Feuerwehr und anderen Sicherheitsexperten vor Ort zusammen
  • halten spannende Vorträge (wenn dies nach der Pandemie wieder möglich wird) über Haustürkriminalität, Einbruchsschutz, „Enkeltricks“ und andere Betrügereien
  • informieren zusammen mit der Feuerwehr zum Thema Brandschutz
  • sind Teil eines landesweiten Netzwerkes, das sich um die Sicherheit von Seniorinnen und Senioren kümmert
  • leisten einen Beitrag für mehr Sicherheit und Lebensqualität
  • sie werden vom Seniorenbüro des Landkreises St. Wendel unterstützt

Haben Sie Ängste und Fragen zu Ihrer Sicherheit? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen helfen können!


Ihr Ansprechpartner in der Gemeinde Nonnweiler:

Klaus Kuhn, Tel. 06875-1578, Mobil: 0151-52284842, Mail: KlausKuhn54@gmx.de

Pflegende Angehörige plagen durch die Corona-Pandemie viele Sorgen. Nicht zuletzt müssen sich viele die Frage stellen: “Was passiert mit meinem Angehörigen, wenn ich mich mit Covid-19 infiziere oder einen Unfall habe?”

Dies hat sich der Verbund Pflegehilfe zum Anlass genommen, eine Notfallkarte zu entwickeln, die pflegende Angehörige immer bei sich tragen können. So kann in unvorhergesehenen Situationen eine Kontaktperson verständigt werden, die sich im Ernstfall um die pflegebedürftige Person kümmern kann.

Notfallkarte  für plegende Angehörige und andere Pflegepersonen

Gemeinsam geben wir so Familien ein Stück mehr Sicherheit in unvorhersehbaren Zeiten.

Klaus Rausch, Vorsitzender Seniorenbeirat

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass in diesem Sommer vermutlich nicht so viele Menschen in Urlaub fahren können. Trotzdem wird auch bei geändertem Reise- und Urlaubs-verhalten die Vorfreude groß sein. Auch wenn dieser anstehende Urlaub nicht an das ursprüngliche Ziel (vielfach im Ausland) führen dürfte. Oftmals ist es jedoch mit der lang ersehnten Erholung schnell vorbei. Denn gewiefte Diebe nutzen die gute Urlaubsstimmung gerne für Straftaten aus. Die Polizei und die Seniorensicherheitsberater empfehlen daher bereits vor Antritt der Urlaubsreise einige Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Von den wichtigen Reisedokumenten (Pass, Flugtickets, Kreditkarten und Impfausweis) sollten Kopien angefertigt werden und diese an separater Stelle im Reisegepäck aufbewahrt werden. Angehörige oder Freunde sollten über die Reisedaten informiert werden.

Auf der Fahrt in den Urlaubsort und am Urlaubsort selbst sollten Zahlungsmittel, Ausweise und Dokumente direkt am Körper mitgeführt werden. Hierzu eigenen sich insbesondere Gürteltaschen oder umgehängte Brustbeutel unter der Oberbekleidung. Mitgeführtes Bargeld ist auf das notwendige Minimum zu reduzieren und sollte nicht gezeigt werden. Wertgegenstände oder Ausweispapiere nie unbeaufsichtigt liegen lassen (auch nicht im Fahrzeug, wenn man z. B. bei einem Stopp an der Tankstelle oder Raststätte nur kurz aussteigt). Es ist schon vorgekommen, dass auf Parkplätzen auf vermeintliche Schäden an dem eigenen Fahrzeug aufmerksam gemacht wurde oder jemand bittet, anderen Personen auf Landkarten den Weg zu zeigen. Das können Tricks sein, um Urlaubsreisende aus dem Wagen zu locken, damit Diebe Wertsachen aus dem Wagen stehlen können.

Auch Busreisende sollten bei Tank-, Rast- oder Besichtigungsaufenthalten keinerlei Wertgegenstände im Bus zurücklassen. Es sei denn, der Fahrer oder andere vertrauenswürdige

Personen bleiben im Bus, um auf die Sachen zu achten.

Bahnreisende sollten ihr Gepäck immer im Auge behalten. Das gilt besonders für Bahnhöfe, in denen Diebe selbst die geringste Unaufmerksamkeit (z. B. beim Fahrkartenkauf, am Geldautomaten oder bei Telefonaten) nutzen, um blitzschnell zuzugreifen. Gerade im Bereich

von großen Verkehrsknotenpunkten ist mit den vielfältigen Tricks der Diebe zu rechnen, auf die durch die Seniorensicherheitsberater mehrfach hingewiesen wurde. Es wird hierzu nochmals auf frühere Warnhinweise (Rempeltrick, Beschmutzertrick, Drängeltrick u.a.) hingewiesen. Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sich diese unter den Arm.

Beim Umgang mit Kreditkarten/EC-Karten sollte man folgende Ratschläge beachten: unterwegs keinen Geldautomaten nutzen, an dem etwas ungewöhnlich erscheint, z. B. angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und vor allem lockere Teile, oder Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz, niemals die eigene PIN irgendwo im Portemonnaie (schon gar nicht auf der Zahlungskarte) mitführen. Sollten Zahlungskarten abhandengekommen sein, sind diese sofort für den weiteren Gebrauch zu sperren, z. B. telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf (0049) 116 116. PIN-Nr. gehören niemals in schriftlicher Form in das mitgeführte Gepäck oder den Geldbeutel!

Der Seniorensicherheitsbeauftragte der Gemeinde Nonnweiler

Nachdem in der vergangenen Woche bereits saarlandweit eine Häufung von Anrufen im Deliktsbereich „Anruf Falscher Polizeibeamte“ verzeichnet wurde, zählte die saarländische Polizei über das Pfingstwochenende 29 weitere Anrufe, wobei es in zwei Fällen zu einer Geldübergabe kam.

Am Freitag, dem 21. Mai 2021, wurde eine 91-jährige Dame aus Saarbrücken Opfer eines solchen Anrufs. Nachdem sich der Anrufer als Polizeibeamter ausgab, brachte er die Seniorin dazu, einem Komplizen an der Haustür Bargeld in einer fünfstelligen Summe zu überreichen. Bei diesem Anruf war angeblich ein Angehöriger der Seniorin festgenommen worden und es sollte eine Geldkaution zur Haftvermeidung hinterlegt werden.

Am gleichen Tag geriet auch eine 74-jährige aus Saarlouis in den Fokus der Betrüger. Durch geschickte Gesprächsführung gelang es den Anrufern, diese zur Herausgabe von Bargeld zu bewegen. Hier war dem Opfer ein bevorstehender Einbruch in ihr Haus angekündigt worden. Die erscheinende (angebliche) Polizei wollte das Geld bis zur Täterfestnahme sicher verwahren. Nachdem die Dame einem Mann von ihrer Haustür das Bargeld in Höhe einer fünfstelligen Summe überreicht hatte, versuchten die Personen in der Folge weiterhin, durch Übermitteln von Online-Codes, an das Vermögen der Saarlouiserin zu gelangen. Hierbei entstand nochmals ein Schaden in vierstelliger Höhe.

 

Grundsätzlich rät die Polizei:

  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse!
  • Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter, keine Telefonnummern und Adressen heraus, ebenso keine Kontodaten, Bankleitzahlen, Kreditkartennummern oder Ähnliches!
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen!
  • Legen Sie auf, wenn Ihnen was merkwürdig erscheint!
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!
  • Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 oder Ihre örtliche Polizeidienststelle an! Nutzen Sie hierfür nicht die Rückruffunktion!

Wenn Sie Opfer einer solchen Straftat wurden, wenden Sie sich an Ihre örtlich zuständige Polizeidienststelle. Bei solchen Anrufen, nicht nur bei erfolgreicher Tatausführung, sollte die Polizei verständigt werden. Jeder Hinweis kann die Ermittlungen unterstützen und zur Überführung der Betrüger beitragen.

Möchten Sie eine Beratung, stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dezernats für Polizeiliche Kriminalprävention und Opferschutz des Landespolizeipräsidiums unter der Rufnummer 0681/962-3535 gerne zur Verfügung. Weitere Informationen zu dieser Thematik und Tipps für Ihre Sicherheit finden Sie unter www.polizei-beratung.de.


Der Seniorensicherheitsbeauftragt der Gemeinde Nonnweiler

Achtung: Betrug per Bankeinzug!

Durch aufmerksame Prüfung der Kontoauszüge seiner Bank, ist es einem Bürger aus der Gemeinde Nohfelden gelungen, sich vor einem Schaden zu bewahren. Ihm war bei Sichtung der Kontoauszüge aufgefallen, dass er eine Gutschrift, angeblich von Amazon, in Höhe von 1,99 € auf dem Auszug hatte. Einige Tage später bemerkte er, dass zwischenzeitlich mehrere Abbuchungen (angeblich durch Amazon und Netflix) in einem Wert von rund 50,- € erfolgt waren. Da zu diesen Abbuchungen wegen fehlender Bestellungen und Einkäufe kein Grund vorlag, ließ der Senior die Beträge über seine Bank zurück buchen. Er wurde so vor einem finanziellen Schaden bewahrt. Folgerichtig erstattete er deswegen bei der Polizei Strafanzeige wegen versuchtem Betrug. Die Seniorensicherheitsberater können in diesem Zusammenhang nur nochmals ihre oft angegebenen Ratschläge wiederholen. Vorsicht bei der Weitergabe der persönlichen Daten. Dies betrifft auch die Datenangaben bei möglichen Gewinnspielen und bei Bestellungen, bei denen keine Banküberweisung vorgesehen ist. Hierzu gehören insbesondere auch die Bankdaten.

Achtung: Betrug durch Inkasso-Eintreibungen!

Ein Seniorensicherheitsberater wurde in der letzten Woche auf eine neue Masche des Betrugs durch Inkassoschreiben aufmerksam gemacht. So wurde einem Bürger aus Nohfelden per DHL-Paket (bis 0,4 kg) ein hellbrauner Briefumschlag gegen Unterschrift zugestellt. Hierin war das nachfolgende Inkassoschreiben mit der Kündigung eines nie bestehenden Glücksspielvertrages enthalten. Der Briefempfänger sollte an das Inkassounternehmen den Gesamtbetrag von 247,46 € überweisen. Als Empfänger war eine Bankverbindung in Griechenland angegeben. Nur so könne das gerichtliche Mahn- und Zwangsvollstreckungsverfahren verhindert werden. Die hier dargestellte Betrugsform ist nicht neu und kommt immer wieder in anderen Versionen vor. Die Seniorensicherheitsberater empfehlen, auf derartige Forderungen nicht zu reagieren und auf keinen Fall Geldzahlungen vorzunehmen. Derartige Zahlungen können aus dem Ausland nicht mehr rückgefordert werden. Weiter wird die Erstattung von Strafanzeigen bei der Polizei empfohlen.


Der Seniorensicherheitsbeauftragte der Gemeinde Nonnweiler

In den zurückliegenden Tagen ist es laut Polizei St. Wendel in verschiedenen Geschäften des Landkreises zu Geldbeuteldiebstählen gekommen. So auch an Gründonnerstag in St. Wendel, in der August-Balthasar-Straße. Dabei wurde einer Kundin der Geldbeutel aus einer Tragetasche entwendet, die sie im Einkaufswagen abgelegt hatte. Ein kurzer Augenblick Unaufmerksamkeit reichte dem/den Täter/n. Mit dem Geldbeutel wurde auch die dort verwahrte EC-Karte entwendet und kurz danach bereits zur Bargeldabhebung an einem Geldautomaten benutzt. Zumeist gehen Taschendiebe in Teams von mehreren Tätern und arbeitsteilig vor. Insbesondere das Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln machen sich Diebe zunutze, um zuzuschlagen. Die Tat wird von den Opfern häufig nicht gleich bemerkt. Die Tatzeiten des Taschendiebstahls folgenden Tatgelegenheiten. So liegen die zeitlichen Schwerpunkte im Bereich der öffentlichen Nahverkehrsmittel überwiegend in dem abendlichen Berufsverkehr. In den Einkaufszentren sind die Taschendiebstähle oft über den ganzen Tag verteilt. Opfer von Taschendiebstahl werden vor allem Frauen. Das Repertoire der Taschendiebe ist äußerst umfangreich, fast täglich werden neue Tricks bekannt. Oft sind die Kosten der Dokumentenneuausfertigung und der damit verbundene Aufwand höher als der Bargeldschaden. Die Seniorensicherheitsberater und die Polizei geben die nachfolgenden Tipps und Verhaltensregeln, um sich vor Taschendieben zu schützen:

- Legen Sie Geldbörsen nicht oben in die Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah. Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.

- Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.

- Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung, möglichst dicht am Körper.

- Führen Sie niemals die PIN-Zahlen der EC-Karte als Ausdruck oder Notiz mit sich.

- Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse, wenn Sie auf Reisen gehen.

- Lassen Sie sich beim Einkauf nicht durch fremde Personen ablenken.


Der Seniorensicherheitsbeauftragte der Gemeinde Nonnweiler

Vielfach wurde durch die Polizei und die Seniorensicherheitsberater vor betrügerischen Gewinnversprechen gewarnt. Jetzt wurde in St. Wendel eine neue Betrüger Masche bekannt. Eine 51-jährige Frau erhielt einen Telefonanruf, bei dem ihr der Anrufer mit einem ausländischen Akzent einen Geldgewinn in Höhe von 40.000 Euro in Aussicht stellte. Damit sie in den „Genuss“ des Geldgewinnes kommen könne, wurde sie aufgefordert, Guthabenkarten zu kaufen und die darauf vermerkten Code-Nummern dem Anrufer telefonisch mitzuteilen. Erst danach käme ein Mitarbeiter des Anrufers, zusammen mit einem Notar und der Polizei St. Wendel, um ihr den Gewinn zu übergeben. Die Angerufene ließ sich jedoch nicht darauf ein und verständigte die Polizeidienststelle St. Wendel. Von dort wurde ihr dringend von einem erneuten Kontakt mit dem Anrufer abgeraten und sie sollte diesen bei weiteren Anrufen auf die Einschaltung der Polizei hinweisen. Es dauerte nicht lange und die Frau wurde erneut von dem Betrüger angerufen. Sie informierte ihn über die Anzeigenerstattung bei der Polizei. Wie sich dann durch weitere Ermittlungen der Polizei herausstellte, rief der Betrüger nun bei der Polizei an. Die dienstverrichtende Polizeibeamtin meldete sich mit ihrem Namen, worauf der Anrufer sofort das Gespräch beendete.  Kurz danach erhielt die Frau aus St. Wendel einen erneuten Telefonanruf, nun aber von einer Frau. Diese nannte den Namen der Polizeibeamtin der Wache St. Wendel und forderte sie auf, die Guthabenkarten zu kaufen. Der danach noch mehrfach wiederholte Betrugsversuch blieb aber auf Grund der Aufmerksamkeit der St. Wendelerin erfolglos.
Die Polizei und die Seniorensicherheitsberater raten daher:

-    Seien Sie wachsam bei Gewinnversprechungen und
-    informieren Sie bei derartigen Vorfällen ihre Polizeidienstelle.
 

Der Seniorensicherheitsbeauftragte der Gemeinde Nonnweiler

Die Anzahl der Radfahrer hat sich in den letzten Jahren und auch bedingt durch die Corona-Pandemie merklich erhöht. Insbesondere ältere Menschen nutzen die Vorteile der so genannten E-Bikes. Durch die Unterstützung des Elektromotors fahren viele Senioren*innen schneller als es ihre Fähigkeiten eigentlich erlauben. Das führt vielfach zu Kontrollverlust und Stürzen. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub rät älteren Menschen dazu, sich nicht ohne Vorbereitung auf ein E-Bike zu setzen. Wer viele Jahre nicht mehr Fahrrad gefahren ist, sollte sich vor der ersten Ausfahrt mit dem Antriebs- und Bremsverhalten vertraut machen. Beim Fahren mit E-Bike bitte daran denken: Geschwindigkeit anpassen, längeren Bremsweg bedenken und lieber vorsichtig fahren. Damit die neue Fahrradsaison ohne gesundheitliche Schäden überstanden wird, geben die Seniorensicherheitsberater, die Polizei und die Verkehrsunfallkommission des Landkreises St. Wendel einige wichtige Hinweise, da gerade für ältere Menschen das Radfahren nicht ungefährlich ist. Dies zeigt auch die Verkehrsunfallstatistik der saarländischen Polizei für 2019 (Die aktuelle Statistik für 2020 liegt noch nicht vor.). Sie weist aus, dass 2019 im Saarland erneut zwei Radfahrer getötet wurden und insgesamt 590 verunglückt sind. Mögliche Ursachen sind das erhöhte Verkehrsaufkommen, fehlende Radwege, der Anstieg der E-Bikes und es tragen immer noch zu wenige der verunglückten Radfahrer einen Schutzhelm. Hinzu kommt, dass das Fahrverhalten oft nicht der persönlichen Eignung entspricht. Die Polizei, die Verkehrsunfallkommission und die Seniorensicherheitsberater geben daher folgende Tipps: Ein Fahrradhelm kann schwere Kopfverletzungen bei Stürzen und damit verbundene, dauerhafte Schäden verhindern. Ohne geeigneten Helm kann ein Fahrradunfall sogar tödlich sein. Der Kopf ist bei den Radfahrern der Körperteil, der am schwersten verletzt wird. Untersuchungen ergaben, dass 90 Prozent der getöteten Radfahrern mit Helm ihren Unfall überlebt hätten. So geben Unfallärzte auch zu bedenken, dass heute vielfach Senioren blutverdünnende Medikamente einnehmen, welche dann bei Verletzungen die gesundheitlichen Unfallfolgen erhöhen würden. Wichtig für den Radfahrer ist auch helle reflektierende Kleidung, die ihn besser sichtbar macht.

Der Seniorensicherheitsbeauftragte der Gemeinde Nonnweiler

Der Seniorenkalender 2021–2022 ist erschienen. Dies teilt das Seniorenbüro des Landkreises St. Wendel mit. Auf 80 Seiten sind, nach Themen geordnet, aktuelle Adressen, Hilfsorganisationen, Verbände, Einrichtungen und Selbsthilfegruppen der Seniorenarbeit und Altenhilfe im Landkreis St. Wendel erfasst. Auch Hinweise auf wirtschaftliche Hilfen und Vergünstigungen für Senioren sowie Informationen zur Pflegeversicherung und anderen rechtlichen Regelungen enthält der Kalender. Damit soll der Weg zur richtigen Kontaktadresse für Senioren und ihre Familien erleichtert werden . Anfragen und Bestellungen: Seniorenbüro des Landkreises St. Wendel, Mommstraße 27/29, 66606 St. Wendel, Tel. (06851) 8015201, E-Mail: seniorenbuero@lkwnd.de.

Der Seniorenbeirat der Gemeinde Nonnweiler

Die Seniorensicherheitsberater wurden in den letzten Tagen mehrfach über belästigende Telefonanrufe informiert, wobei die Masche fast immer gleich war. Das Telefon klingelt nur kurz. Eine unbekannte Nummer wird auf dem Display angezeigt. Betrüger wollen mit diesem Lockanrufen einen Rückruf provozieren und auf diese Weise Geld machen. Das Ganze funktioniert sowohl über Smartphone als auch über Festnetzanschlüsse. Viele rufen instinktiv zurück und tappen so in die Kostenfalle. Dahinter steckt die Masche der sogenannten Ping-Anrufe. Wer zurückruft, hört am anderen Ende der Leitung manchmal nichts, legt auf und denkt sich nichts weiter dabei. In anderen Fällen gibt es Bandansagen, etwa zu angeblichen Paketlieferungen. Das Ziel: Den Nutzer möglichst lange in der Leitung halten. Das böse Erwachen folgt bei Vertragskunden dann auf der Telefonrechnung. Doch Verbraucher können vorbeugen – vor allem, in dem sie sich die Nummer des Anrufers genau ansehen. Ping-Anrufe haben fast immer eine Vorwahl aus dem Ausland, erkennbar an einem „+“ oder den Ziffern „00“ zu Beginn der Nummer. Viele Beschwerden gab es zuletzt vor allem über Anrufe aus Burundi und Tunesien. Die Vorwahlen der Länder 00257 und 00216 ähneln denen von Emsdetten (02572) und Mönchengladbach (02161). Deshalb ist Misstrauen am Telefon wichtig. Beim geringsten Zweifel legt man besser gleich auf. Dazu kommen noch unabhängige Nummern, die von Mobilfunkanbietern vergeben werden. Diese beginnen häufig mit „+88“.

Die Seniorensicherheitsberater und die Verbraucherzentralen raten daher: Wer einen unbekannten Anruf erhält, sollte die Nummer in jedem Fall genau prüfen und überlegen, ob man überhaupt einen Anruf erwartet, zum Beispiel aus dem Ausland. Wer unsicher ist, kann die Nummer auch auf der Website der Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de) überprüfen. Dort sind viele Nummern gelistet gegen die die Behörde bereits Maßnahmen eingeleitet hat. Wer schon zurückgerufen und die Abzocke bemerkt hat, kann den Anruf auf der Seite der Bundesnetzagentur melden.

Klaus Kuhn, Seniorensicherheitsbeauftragter der Gemeinde Nonnweiler

Die Gemeinde Nonnweiler bietet seit 14. Januar 2021 in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeauftragten Unterstützung bei Fragen oder der Anmeldung in einem der saarländischen Impfzentren an.

Unter (06873) 660-74 steht Ihnen montags bis donnerstags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr sowie freitags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr unsere Impfhotline zur Verfügung.

Das wichtigste Werkzeug zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist die Impfung vieler Menschen. Nur wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger geimpft sind, können wir die Folgen des Virus beherrschen. Wir bitten Sie, von diesem Angebot Gebrauch zu machen. Impfen ist der Beste Schutz!

Klaus Rausch, Seniorenbeauftragter der Gemeinde Nonnweiler

In einer Pressemeldung warnte die Polizei in der letzten Jahreswoche vor dem Diebstahl von EC-Karten im Bereich von Geld- und Überweisungsautomaten. Eine 78-jährige Frau wollte an einem Überweisungsautomaten ihrer Bank erstmals eine Überweisung tätigen. Weil sie noch keine Erfahrung hierfür hatte, ging sie bewusst an einem Sonntag zur Bank, um am Automaten auch Zeit für die Bedienung zu haben. Sie hatte wie erwartet Schwierigkeiten den Überweisungsvorgang durchzuführen. An einem anderen Geldautomaten war zeitgleich ein Mann, der ihr beim Bedienvorgang vermutlich über die Schulter schaute und dabei die PIN-Geheimnummer ablesen konnte. Dieser Mann drückte vermutlich in der Folge für die Frau unbemerkt eine Tastaturtaste des Überweisungsautomaten, was zum Abbruch des Überweisungsvorgangs führte. Als die Frau ihre EC-Karte aus dem Einschubschlitz ziehen wollte, kam die Karte nicht mehr heraus. Die EC-Karte war zu diesem Zeitpunkt bereits von dem Mann entwendet worden. Ohne ihre EC-Karte verließ die Frau die Bank und wollte am nächsten Öffnungstag sich mit der Bank in Verbindung setzen.

Der Mann hatte aber bereits unmittelbar nach dem Diebstahl 5.000 Euro abgehoben. Als die Frau sich am Folgetag mit ihrer Bank in Verbindung setzte, musste sie erfahren, dass zwischenzeitlich bereits 12.000 Euro von ihrem Girokonto abgebucht worden waren.

Laut Polizei ist diese Masche nicht neu. Opfer sind meist ältere Menschen, die sich beim Bedienen von Geldautomaten unsicher sind. Die Täter arbeiten oft zu zweit. Einer versucht dem Opfer über die Schulter zu blicken und die eingegebene PIN zu erkennen, der zweite versucht das Opfer in ein Gespräch zu verwickeln oder drückt die Abbruchtaste am Automaten. Dann wird die Karte in einem günstigen Moment vom Täter gestohlen. Diese Diebstahls- und Betrugsmasche war vom vergangenen Februar bis November im Saarland in 29 Fällen erfolgreich.

Die Seniorensicherheitsberater und die Polizei weisen aus diesem Grund auf besondere Vorsichtsmaßnahmen hin, die bei Transaktionen an Geld- oder Überweisungsautomaten beachtet werden sollten. Bei der Eingabe von PIN-Ziffern sollte mit der freien Hand das Tastenfeld mit den Zahlen abgedeckt werden, so dass Personen in der Nähe dies nicht einsehen können. Personen die bei diesen Tätigkeiten am Automaten einem zu nahekommen, sollten auf Abstandswahrung hingewiesen werden. Bei Verlust der EC-Karten die Bank nicht erst am Folgetag informieren, sondern gleich über die bundesweit einheitliche Rufnummer 116 116 die EC-Karte sperren lassen. Um den Schaden bei unberechtigten Geldabhebungen klein zu halten, sollte man das tägliche Verfügungslimit für das eigene Girokonto so gering wie nötig halten.

Klaus Kuhn, Seniorensicherheitsbeauftragter der Gemeinde Nonnweiler

Die Seniorensicherheitsberater des Landkreises St. Wendel wünschen allen älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern Frohe Weihnachten sowie ein sicheres und gutes neues Jahr 2021.

Lassen Sie sich durch die Gauner und Ganoven nicht die schönen Festtage verderben und beachten Sie die ständigen Hinweise der Polizei und der Seniorensicherheitsberater, insbesondere durch neuartige Tricks mit Corona-Betrugsmaschen.

Die Seniorensicherheitsberater hatten leider ein sehr ruhiges Jahr, was unsere sonst üblichen Vortragsveranstaltungen betrifft. Auch wir haben unsere Tätigkeiten auf Grund der Pandemie fast ganz einstellen müssen. So blieben uns nur noch unsere regelmäßigen Presseberichte und einzelne, persönliche Beratungen, um unsere älteren Mitbürger vor Straftätern zu schützen.

Auch im kommenden Jahr wollen wir aber gerne wieder durch die monatlichen Sprechstunden und zahlreichen Infoveranstaltungen aktiv versuchen, zur Sicherheit im Landkreis beizutragen.

Klaus Kuhn, Seniorensicherheitsbeauftragter der Gemeinde Nonnweiler