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Die Entstehung des Nagelschmiedehandwerks


Das Nagelschmiedehandwerk hat im Hochwald eine alte Tradition. Bedingt durch die frühe Eisenverhüttung war der Rohstoff hierfür reichlich vorhanden.

Alles, was man zur Eisengewinnung brauchte, gab es im Hochwald genügend. Durch die Erzvorkommen, den Waldreichtum sowie die vorhandene Wasserkraft, waren die Bedingungen zur Eisenverhüttung im Hochwald optimal. Die ersten Eisenhütten sind gegen Ende des 17. Jahrhunderts entstanden. Erste Erwähnungen stammen aus der Zeit um 1680.

Lange vor den großen Hütten in Neunkirchen, Völklingen oder Burbach bestanden in unserer Gegen bereits Eisenschmelzen. So z. B. in Abentheuer, Züscherhammer, Nonnweiler, Mariahütte und nicht zuletzt seit dem Jahre 1755 die Hubertushütte bei Bierfeld. Von diesen Hütten konnten die Nagler ihr Eisen beziehen.

Das Nagelschmiedehandwerk in unserer Gegend muss man eigentlich mehr als Heimarbeit betrachten. Die Armut war groß, die Familien hatten viele Kinder und der Boden war nicht ertragreich. Man betrieb zwar eine kleine Landwirtschaft, die aber die große Familie nicht ernähren konnte. Folglich musste man sich um einen Nebenerwerb bemühen.

Nach dem dreißigjährigen Krieg (um 1660) ließ sich ein Belgier in unserer Gegen als Nagelschmied nieder, weil er sein Material von den hier ansässigen Eisenhütten beziehen konnte.

Zu Beginn wurden in der Hauptsache Schiffs-, Schloss-, Band- und Schiefernägel hergestellt. Später wurden dann mehrere Arten von Schuhnägeln gefertigt.  Nachdem in der Anfangszeit alle Nägel ausnahmslos von Hand gefertigt wurden, war die Erfindung einer sogenannten "Maschine" eine wesentliche Erleichterung. Der geschmiedete Nagel erhielt durch einen Stempel in einem herabfallenden Hammer die gewünschte Form.

 

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