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Besichtigung Nagelschmiede

Beginn Datum
Sonntag, 22. Oktober 17
Beginn Uhrzeit
10:00 Uhr
 

Das Nagelschmieden hat im Hochwald eine alte Tradition. Schon Mitte des 17. Jahrhunderts entstanden im Hochwald die ersten Eisenhütten. Alles, was man zur Eisengewinnung brauchte, gab es ausreichend hier: Erz, Wald und Wasser. Am Anfang wurden hauptsächlich Schiffs-, Schloss-, Band- und Schiefernägel hergestellt. Später begann man auch verschiedene Arten von Schuhnägeln anzufertigen. Alles jedoch zunächst noch von Hand, bis die Erfindung einer Maschine eine wesentliche Erleichterung darstellte.
Besonders zur Winterzeit herrschte in Sitzerath reges Leben in den Nagelschmieden. Die ganze Familie half bei der Herstellung von Nägeln. In Zeiten, in denen Feste, Feiertage, Kirmes oder Fastnacht gefeiert wurde, lief das Handwerk ausgesprochen gut. Da begann die Arbeit schon morgens um 4 Uhr in der Früh. Sogar kleinere Kinder beteiligten sich schon 2 – 3 Stunden vor Schulbeginn bei der Arbeit. Als letzter Nagelschmied der Region ist der Sitzerather „Pönnenschmied“ Nikolaus Paulus-Elgas bekannt. Er wurde 1894 geboren und beherrschte das Schmiedehandwerk bereits seit seinem 15. Lebensjahr. Erst 1935 legte er sein Handwerk nieder und ging einer verdienstreicheren Beschäftigung nach.

 

 

Veranstalter

Ortsvorsteherin

Ort

Nagelschmiede Sitzerath