Was gibt´s zu tun? Der Arbeitskalender für die Streuobstwiese – September

Durch die anhaltend hohen Temperaturen startet die Erntezeit in vielen Regionen früher als üblich. Gerade frühe Sorten wie `Klarapfel`, `Alkmene` oder `Gravensteiner` sollten in diesem Jahr früher zur Ernte bereit sein als in den vorherigen Jahren. Ist man sich nicht sicher, ob die Äpfel am eigenen Baum reif sind, so sollte man einen Apfel aufschneiden und sich die Kerne ansehen. Sind diese braun, und lässt sich der Apfel leicht vom Ast trennen, so können die Früchte geerntet werden.

Nach der Ernte ist die Weiterverarbeitung ein wichtiger Schritt, der einiges an Planung mit sich bringt. Um die Suche nach einer passenden Kelterei oder Brennerei zu vereinfachen, hat der Verband der Gartenbauvereine eine Tabelle der vereinseigenen Keltereien aufgestellt: https://www.gartenbauvereine.de/saarland_rheinland-pfalz/streuobst/obstwiesen/vereinseigene-keltereien-und-brennereien

Möchte man das Obst zu Hause lagern, so empfiehlt es sich einen kühlen, dunklen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit hierfür vorzubereiten. Holzkisten können hier als Möglichkeit dienen, mehrere Lagen an Obst luftig aufzubewahren. Alternativ können auch Lagerbeutel verwendet werden. Wer jedes Jahr viele Äpfel sein Eigen nennen darf, für den empfiehlt sich unsere „Äppelkischd“.
Luftig und ohne Druckstellen wird das Obst in einer fahrbaren Kiste gelagert, die je nach Bedarf modular aufgebaut werden kann. Optisch ansprechend und in effektiver Bauweise kann hier Obst platzsparend gelagert werden. Weitere Informationen finden sich auf www.gartenbauvereine.de in unserem Shop.


Im September ist die Zeit, die zweite Mahd auf der Streuobstwiese durchzuführen. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass die abgemähten Pflanzen die Möglichkeit haben, die gebildeten Samen fallen zu lassen. Hierfür ist es wichtig, dass das Mähgut für ein oder zwei Tage auf der Wiese verbleibt und trockenes Wetter herrscht. Erst dann sollte das anfallende Schnittgut von der Obstwiese entfernt werden, um den Nährstoffeintrag in den Boden zu verringern.

Wollen Sie eine Obstwiese verkaufen, verpachten oder sind Sie selbst auf der Suche nach einer Obstwiese? Dann schauen sie doch mal unter www.gartenbauvereine.de auf der Streuobstbörse  vorbei. Hier finden Sie, neben Flächenangeboten und –gesuchen, auch Informationen zur Berufsgenossenschaft, Haftpflicht sowie Musterpachtverträge, die Ihnen den Einstieg in den Obstbau vereinfachen.
Bei weiteren Fragen steht Ihnen der Streuobstkoordinator Felix Ackermann zur Verfügung unter ackermann@gartenbauvereine.de oder telefonisch unter der 06887/9032999.