Was gibt´s zu tun? Der Arbeitskalender für die Streuobstwiese – Mai

Im Mai sollten schon viele Arbeiten auf den Streuobstwiesen abgeschlossen sein. Jetzt gilt es, die Arbeiten der letzten Monate zu schützen. Der Monat Mai ist die richtige Zeit sich mit den auf einer Streuobstwiese vorkommenden „Schädlingen“ zu befassen. Natürlich hat jedes Tier, das wir auf den Obstwiesen finden seine Daseinsberechtigung. Darum ist das Wort „Schädling“ etwas unbedacht gewählt. Jedoch möchten wir auch im Herbst die Früchte unserer Arbeit genießen, was uns dazu veranlasst, die Bäume etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der Apfelwickler (Cydia pomonella) ist der wohl bekannteste Mitesser auf den Streuobstwiesen. Er ist der „Wurm im Apfel“ und kann einem die Ernte deutlich verschlechtern. Im Mai ist der richtige Zeitpunkt, Pheromonfallen in die Apfelbäume zu hängen. Hierdurch werden die männlichen Falter angelockt und man kann die Flugaktivität des Apfelwicklers einschätzen. Diese ist für das weitere Vorgehen extrem wichtig, da man hierdurch den Zeitpunkt der Eiablage und das Auftreten der ersten Raupen abpassen kann.

Der Kleine Frostspanner (Operophtera brumata) ist hier schon weiter in seiner Entwicklung. Die Raupen des Frostspanners können jetzt schon auf den Blättern der Bäume zu finden sein. Die Raupen sollten nun abgesammelt werden und eventuelle Gegenmaßnahmen getroffen werden.

Blattläuse (Aphidoidea) sind ebenfalls im Mai eventuell zu finden. Hierauf sollten die Blätter der Bäume ebenfalls untersucht werden. Die beste Möglichkeit gegen Blattläuse vorzugehen ist, den Fressfeinden einen guten Lebensraum zu bieten. Nisthilfen für Insekten sowie Totholzbestandteile auf der Wiese sind hier die richtigen Maßnahmen um Florfliegen, Marienkäfer und Co. zu fördern.


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Bei weiteren Fragen steht der Streuobstkoordinator Felix Ackermann zur Verfügung unter ackermann@gartenbauvereine.de oder telefonisch unter der 06887/9032999.